Strohhut – ein Klassiker seit Jahrzehnten

Der Strohhut ist auch unter der Bezeichnung Panama-Hut bekannt und wird in spanisch sprechenden Ländern als „Jipijapa“ genannt. Das Scheibenblumengewächs Carludovica palmata ist umgangssprachlich als die Panama-Hut-Pflanze bekannt und wird für eine Herstellung der Strohhüte verwendet. Die Fasern dieser Pflanze werden miteinander verflochten und mit einer Kombination aus Druck, Feuchtigkeit und Wärme in die typische Hutform hergestellt.

Entstehung des Strohhutes

Die Aufzeichnungen offenbaren verschiedene Theorien, was die Etymologie des Strohhutes betrifft. Die ersten Panamahüte wurden wie der Name bereits in Panama hergestellt. Durch das Bereisen ferner Länder wurde der Hut aus Stroh schließlich in andere Länder überführt und gewann an Beliebtheit. Die Vorteile des Tragens eines dieser Hutes bewirkte, dass schließlich auch mit einer Herstellung in der USA begonnen wurde. In der USA wurde der Strohhut aufgrund seiner Herkunft schlicht „panama hat“ genannt. Diese Theorie, ist die einzige die mithilfe der Geschichte und des heutigen Namens überzeugend erscheint.

Produktion des Strohhutes

In dem Jahr 1630 wurde in einer Republik des nordwestlichen Südafrikas namens Ecuador der Panama-Hut nachweislich hergestellt. Die zwei Provinzen Azuay und Manabi waren damals die Hauptherstellungsorte. In der heutigen Zeit haben Manufakturen die Produktion der beliebten Strohhüte übernommen. Die Städte Manabi, Cuenca und Montechristi weisen die größten Manufakturen auf. Ein Priester führte im Jahr 1859 die Palmenpflanze Carludovica palmata in Mexiko ein. Was dazu führte, dass heutzutage in dem Bundesstaat Campeche die Herstellung dieser Kopfbedeckung ein Hauptwirtschaftszweig geworden ist. Der zentrale Platz der mexikanischen Stadt Bécal wurde ein Panama-Hut-Monument errichtet, dass aufgrund seiner Größe von weit her zu sehen ist.

Herstellung der Strohhüte

Auch heute noch wird der Strohhut hauptsächlich von ausgebildeten Hutwebern in Handarbeit ausgeführt. Der Strunk der verbreiteten Palmenpflanze wird von den Hutwebern für wenige Minuten abgekocht und anschließend zum Trocknen aufgehängt. Die getrockneten Strünke werden vorsichtig über dem „offenen“ Feuer erwärmt. Dem Feuer wird Schwefel beigemischt, um einen wichtigen Vorgang zu erwirken, der die typische Strohfarbe entstehen lässt. Nach dem Rösten werden die Pflanzen abermals eingeweicht und getrocknet. Nach dem Trocknen werden die Blätter der Palmenpflanzen in dünne Fasern zerrissen. Die Dünnheit der Fasern ist ausschlaggebend für die spätere Qualität der Strohhüte.